Ich war von diesem Wagner-Dampfablöser äußerst beeindruckt und möchte daher meine Erfahrungen detailliert mitteilen. Bei einem so einfach gehaltenen Gerät hatte ich eigentlich nichts Besonderes erwartet, doch genau diese Einfachheit ist der größte Vorteil. Die Bedienung ist denkbar einfach: Stecker einstecken, fertig. Es gibt keine komplizierten Schalter oder instabilen Bauteile, die kaputtgehen könnten. Dank der kompakten Bauweise und des hochwertigen, leichten Kunststoffs ist das Gerät extrem wendig. Man kann es problemlos während der Arbeit umplatzieren, und der Schlauch ist lang genug, damit das Gerät sicher auf dem Boden stehen kann, während man arbeitet.
Es funktioniert nicht nur, sondern ist eine enorme Erleichterung, die man nach der ersten Anwendung kaum noch missen möchte. Meine Empfehlung für das Vorgehen: Zuerst die Tapete mit einer Igelwalze perforieren, dann reichlich Sprühflüssigkeit aufbringen und etwa 30 Minuten einwirken lassen. Anschließend den Dampfablöser mit einem normalen Spachtel kombinieren – und die Tapete löst sich fast von allein. Ich habe festgestellt, dass ein einfacher Spachtel effektiver ist als teure Spezialkratzer; das Geld lieber in einen guten Dampfablöser investieren.
Die Arbeitsschritte sind schnell und effizient. Selbst schwer zu entfernende, kaum saugfähige Tapeten lassen sich mühelos lösen. Man muss nur selten länger reiben, und die Tapete ist in der Regel sofort komplett gelöst. Praktisch ist auch die Zweiteilung der Dampfkopfs: Eine große Platte für breite Flächen und eine kleine für Ecken oder intensiveres Lösen. Besonders in schwer erreichbaren Winkeln ist das ein Segen.
Man hält die Dampfplatte mit einer Hand und schabt mit der anderen. Es geht sehr schnell, kurze Haltephasen genügen. In der Praxis hält man die Platte ständig in Bewegung. Ich kann mir das Tape ablösen ohne dieses Gerät schlichtweg nicht mehr vorstellen. Die Aufheizzeit beträgt ca. 10-15 Minuten, danach liefert das Gerät etwa 80 Minuten Dampf – genug für eine komplette Wand, auch bei hartnäckigen Tapeten. Bei kleineren Flächen entsprechend weniger Wasser einfüllen. Für Pausen legt man die Platte einfach in eine hitzefeste Schale oder das Waschbecken ab.
Zwar besteht grundsätzlich Verbrühungsgefahr, in der Praxis musste ich aber kaum Vorsicht walten lassen. Es wird einem nur etwas warm, was bei geöffneter Fensterlage angenehm ist. Es macht einfach Freude, mit diesem Gerät zu arbeiten. Fazit: Die 50 Euro waren hervorragend angelegt, da man sich damit viele mühsame Arbeitsstunden erspart!